Mittwoch, 3. März 2010

6. Tag, Freiheit - oder was davon übrig blieb


















Hallo fleißige Leser,

zunächst erst 'mal vielen Dank für's Lesen und eure vielen Kommentare und Status-Berichte aus der Heimat, egal ob hier im Blog oder per Mail. Weiter so...

Nachdem uns gestern Morgen die Sonne so schön angelacht hat, sind wir losgezogen, um noch eines der großen Sights auf der Liste abzuhaken.
Na, was fehlt noch? Richtig. Liberty Island nebst der grünen französischen Lady 'drauf und Ellis Island. Zwei Inseln südlich vor Manhatten. Für jeden echten Touri ist beides Pflichtprogramm. Also gleich morgens mit der U-Bahn runter zur Fähre, Karten kaufen (12 $ für beide Inseln, jaja billig ist hier nix), schnell durch den Security Check (damit nicht noch mehr Monumente von doofen Terroristen zerstört werden)und ab auf's Boot. Der Blick zurück Richtung Festland auf die immer kleiner werdende Skyline von Manhatten ist atemberaubend. So 'was haben wir Menschen gebaut? Wie bloß? Uns das meiste ja schon anfang des 20. Jahrhunderts. Irre.
Nach einer Weile kommt die grüne Lady, also die Freiheitsstatue immer näher. So in der Sonne sieht sie echt majestätisch aus. Wie sie da so in 50 m Höhe mit ihrem Büchlein und der goldenen Fackel steht. Ja, das hat was. Leider darf man jetzt nicht einmal mehr auf das Podest, ohne spezielle Tickets, die 2 Wochen im Voraus reserviert werden müssen... Schade, das war 2006 noch anders... Eine Tour mit einem Park - Ranger hat uns dann noch die dazugehörigen Infos beschert. Nach etlichen Fotos (wie ihr euch denken könnt) von der Lady und den Betonklötzen, ging es weiter gen Ellis Island. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts der erste Ankunftspunkt für über 12 Mio. europäischer Immigranten. Da auch Nina Verwandte hat, die über diese Insel in die Staaten immigrierten, haben wir uns das alles ganz genau angeschaut. Im Grunde haben sie "nur" sehr gesunde, geistig fitte und seelisch stabile Menschen einreisen lassen (und Frauen nur in Begleitung von einem verwandten Mann). Das alte "Abfertigungshaus" haben sie ziemlich gut restauriert. Aber alles wieder 'mal typisch amerikanisch stilisiert, nach dem Motto "Alle wollten zu uns in's gelobte neue Land".
Zurück auf dem Festland haben uns gleich Straßenkünstler mit ihren akrobatischen Einlagen begeistert. Da wir noch ein paar Stunden mit Sonnenlicht hatten, haben wir uns noch das Financial District angeschaut. Die berühmte Wall-Street mit diesen ganzen ach so klugen Köpfen, die für die blöde Finanzkrise verantwortlich sind, ist gar nicht so imposant wie man im Fernsehen immer so denkt. Aber gesehen, muss man sie trotzdem 'mal haben. Mitten in den Häuserschluchten zu stehen und nach oben zu schauen, kann man gar nicht gut in Worte fassen. Dabei kommen einem ziemlich viele Gedanken. Meist ist es irgendwas zwischen "boah-krass", "wow", "die sind ja bekloppt", "Hilfe ist das eng hier", "was, wenn das jetzt einfällt", "da passt ein Flugzeug 'rein", "irre, wie hoch", "sag' 'mal, bewegen die sich", "boah-krass"! ;-)
Der Abschluss des Tages war dann eine vom Sonnenuntergang beleuchtete Brooklyn Bridge mit Reflektionen auf dem East River am Pier 17 (fast schon ein wenig kitschig, aber sehr imposant, wie schön die Stadt ist).

Liebe Grüße in die stürmige Heimat...

Nina und Stefan.

P.S. vielen Dank auch für eure ganzen Glückwünsche...

Kommentare:

  1. Hallo Ihr Weltenbummler,
    eigentlich wollte ich schon gestern antworten ... aber dazu später.
    Langsam fehlen die Worte, um Euch zu antworten. Danke, danke für die vielen Infos und die schönen Fotos, die Kamera hat sich offensichtlich gelohnt und natürlich Danke für die Mühe, die Ihr Euch macht, uns "Zurückgebliebenen" auf dem Laufenden zu halten.
    ... aber könnt Ihr nicht mal auf die Alten hören!!! ... ich hatte doch gesagt lasst das weiße Zeug bei Euch ... ja gestern war komisch ... Laska drängelte schon gg. 17h und so sind wir bei Sonnenschein losgelaufen aber bei Selgros (und dem neuen Windrad) war es sehr dunkel. Man muss echt aufpassen wie man läuft, denn 8 Wo. Schnee haben so manche "Tretmiene" hinterlassen, die jetzt frei liegen und von der lieben Natur erst "verarbeitet" werden müssen. Dann im Wald ein Donnerschlag und kurz danach Graupel. Als wir zuhause waren sahen wir beide wie Schneemänner aus und stiefelten durch etwa 1 cm Neuschnee (sehr trocken und grobkörnig). Ich war an den Beinen nass bis auf die Knochen und hab dann schnell das Büro geschlossen und den Kamin angezündet sowie eine heiße Dusche genommen. Mutti ist leider gleich geflüchtet. Gg. 22h hab ich mir einen Schluck aus unserer gemeinsamen Flasche BLACK LABEL erlaubt und gerufen "Stefan, nachträglich alles Gute" ... ich hoffe, Du hast es gehört. Heute Morgen war Lbg. wie "eingepudert" und das ganze soll kein Ende haben, zum WE Schnee und nachts bis -7 Grad (lt. Kachelmann).
    Ich hatte aber schon Anfang der Wo. Schneeschippe und Schaufel in den Carport geräumt, auch das Streusalz, das ich dieses Jahr zweimal nachfüllen musste (der Behälter ist bestimmt 8 Jahre alt und hatte bisher gereicht) ... und dort sollen sie bitte auch bleiben.
    Soviel aus der Heimat.
    Euch noch eine schöne Zeit und viele Erlebnisse.
    LG aus Lbg. Vati

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  2. Hallo Ihr Zwei!

    Endlich mal ein tolles Bild mit einem Truck uns auch noch toll bearbeitet. Oder sind dort PKW's
    S/W und richtige Autos in Farbe?
    Sehr schöne Bilder,aber leider ist mein Bruder kaum zu sehen...ja der Unscharfe, das ist mein alter, 30.jähriger Bruder.Wirst mich doch noch einholen, sind nun nur noch 13 Jahre!
    Kommt gut zurück und Stefan:keine Marmelade ins Handgepäck!
    Bis bald Dein Brüderchen Mario

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